Die Plakette für Elektrogeräte

Jeder, der in den letzten Jahren einmal einen Kühlschrank oder eine Waschmaschine etc. gekauft hat, kenn es: Das EU-Energielabel.

label_energieHersteller von Elektrogroßgeräten sind verpflichtet, auf Ihren Geräten so ein Etikett anzubringen und damit dem potentiellen Käufer den Vergleich zwischen verschiedenen Geräten im Hinblick auf den Stromverbrauch zu erleichtern.

Dabei werden die Geräte in 7 “Energieeffizienzklassen” eingeteilt; je weniger Leistung im Betrieb aufgenommen wird, desto besser die Effizienzklasse. So lässt sich z.B. bei zwei Waschmaschinen leicht vergleichen, welche pro Waschgang weniger Strom braucht.

Bei Manchen Geräten wird übrigens auch der Wasserverbrauch oder sogar die Lärmentwicklung mit angegeben; für die Effizienzklasse ist aber nur der Energieverbrauch relevant.

Leider wird die Praxistauglichkeit der Energielabels dadurch eingeschränkt, dass es mittlerweile über 10 Jahre alt ist. Die Zahlen, nach denen die Geräte in die Effiziensklassen eingeordnet werden, kommen also auch aus dieser Zeit. Und da in den letzten 10 Jahren stark an der Energieeffizienz von Elektrohaushaltsgeräten gearbeitet wurde, sind heute z.B. kaum noch Kühlschränke zu finden, die nicht in der höchsten Effizienzklasse A liegen.

2003 wurde deßhalb kurzerhand eine kleine Erweiterung der Klassen für Kühl/Gefriergeräte eingeführt: ein “A+”-Gerät darf nur ca 75% der Leistung eines “A”-Gerätes verbrauchen, “A++” sogar nur die Hälfte.

Generell gilt also: Energielabel beim Kauf von Elektrogeräten vergleichen lohnt sich auf jeden Fall; für einen wirklichen Vergleich reicht es aber nicht, nur auf die Effizienzklasse allein vertrauen!

Es gibt auch Nachteile…

…na klar, es gibt Punkte, die definitiv gegen Energiesparbirnen sprechen!

Da ich bisher immer wieder Sparbirnen als die ultimative Alternative zur herkömmlichen Glühbirne dargestellt habe, möchte ich jetzt einmal die Argumente der anderen Seite klarmachen!

Einer der auffälligsten Nachteile bei Sparbirnen ist natürlich ihre Langsamkeit: je nach Bauart kann es schon mal bis zu einer Minute dauern, bis man überhaupt das Gefühl bekommt, es wird heller. Ihre volle Leuchtkraft erreichen die meisten sogar erst nach mehrere Minuten.

Etwas subtiler ist es mit der Lichtqualität. Das Bild zeigt im direkten Vergleich das Spektrum einer althergebrachtenspektrum Glühbirne, das einer Energiesparlampe (Diese gehören zu den Niederdruck-Entladungslampen) und, zum Vergleich, das der Sonne. “Spektrum” heißt hier, dass die “Lichtstärke” über den gesamten Bereich des Sichtbaren Lichts aufgetragen wird.

Deutlich erkennt man sofort, dass das Licht der Glühbirne, genau wie Sonnenlicht, ein kontinuierliches Spektrum aufweist. Dagegen besteht das Sparbirnen-spektrum vor allem aus wenigen, steilen Spitzen.

Sparbirnen-Kritiker sagen nun, dass dieses diskontinuierliche Spektrum die Konzentrationsfähigkeit bei der Arbeit massiv einschränkt und sogar ernsthaft krank macht.

Ich kann das weder nachweislich bestätigen noch widerlegen. Die Erfahrung zeigt aber, dass Sparbirnenlicht tatsächlich blass und fahl und damit beleuchtete Gegenstände kontrastschwächer erscheinen. Es ist gut möglich, dass dadurch z.B. längeres konzentriertes anschauen eines so beleuchteten Objekts anstrenged für die Augen ist und daher schneller zu Ermüdung führt!

Bei dem Argument, was aber von Kritikern am häufigsten gegen Sparbirnen verwendet wird, geht es wiederum um den Umweltschutz: Bei der Produktion von Sparbirnen werden Materialen gebraucht, die hinterher nur sehr schwer zu entsorgen/recyclen sind. Besonders Quecksilber wird hier genannt.

Das sind die drei Hauptargumente, die gegen Energiesparbirne sprechen können. Wann anders wird es einen direkten Vergleich “Glühbirne” vs. “Sparlampe” geben, und dazu meine Meinung, in welchem Umfeld welches Leuchtmittel sinnvoll eingesetzt werden kann.

Vorbildlich!

Die Cebit 2009 war für mich natürlich Pflichtprogramm (Dank VDE-Mitgliedschaft gabs auch die Karte umsonst). Im Vorfeld war klar das große Thema abgesteckt worden: Green IT. Umweltfreunliche und ökologisch Produkte und Ideen konnte man also erwarten.

Im großen und ganzen war auch genau das zu sehen, wobei scheinbar die Messe von den ausstellenden Firmen nicht mehr als große Inovationsplattform genutzt wird; das Allermeiste, was dort als Bahnbrechende Neuheit angepriesen wurde, war, zumindest für Interessierte / Informierte Besucher, schon ein “alter Hut”.

Eine besondere Entdeckung habe ich bei meiner Reise durch die Messehallen gemacht:

In Halle 8, deren besonderes Thema auch noch gerade “Green IT” war, durfte ich live dabei sein, wie eine der Messehostessen bei einer der großen, ambient grünen Lichtssäulen die Birnen tauschte. Und es waren natürlich tatsächlich ganz stinknormale Glühbirnen, 100 Watt.

Vielleicht hab ich aber auch das mit dem “Green” einfach falsch verstanden…

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Es zeigt Wirkung…

Bevor hier in Zukunft immer wieder dieses eine Wort verwendet wird, will ich einmal klar und deutlich schreiben, was genau das eigentlich ist: Der Wirkungsgrad.

Ein Wirkungsgrad wird für viele Elektrische Haushaltsgeräte angegeben; grundsätzlich lässt sich aber bei jedem Gerät, was Energie umsetzt, ein Wirkungsgrad ermitteln.

Denn, wie wir ja alle wissen, wird Energie NIE verbraucht, sondern immer nur von einer Energieform in eine andere umgewandelt! So z.B. beim Auto: die chemische Energie des Treibstoffs wird vom Motor in Bewegung (“kinetische Energie”) umgewandelt. Wenn man bremst, wandeln die Bremsen diese Bewegungsenergie in thermische Energie; das Auto wird langsamer und die Bremse wird warm.

Der Wirkungsgrad einer Glühbirne lässt sich also ganz leicht ermitteln:

Wenn auf einer Birne “100W” steht, heißt das, sie setzt 100 Watt elektrische Energie um. Wer eine leuchtende 100W-Birne anfasst, merkt, wie extrem heiß sie ist; genau das ist die Energie, die als “thermische Energie” nicht den gewünschten Zweck erfüllt, nämlich zu leuchten. Und wenn man das genau überprüft, findet man heraus, das gerade mal 5% der eingesetzten Energie Licht wird, der Rest wird Wärme.

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Wer jetzt den Vergleich selber antreten will, schaltet eine Energiesparbirne an und fasst sie nach ein paar Minuten an. Klar: längst nicht so heiß wie die Glühlampe, sie “verschwendet” ja weniger Energie in Form von Wärme.

Das Sparbirnen nicht so heiß werden, ist also nicht nur ein netter Nebeneffekt, sondern gerade der Grund dafür, dass sie vergleichsweise sparsam sind!

Schäppchen!

Es ist mittlerweile einige Zeit her, dass ich endlich mal Energiesparbirnen im täglichen Gebrauch erproben wollte. Aber in den meisten Läden waren die Teile mir noch zu teuer. Also habe ich bei Ebay geschaut und auch direkt zugeschlagen, drei identische 15W-Leuchten mit dem großen E27-Gewinde und wirklich großen Plastik-verschönerungs-Kugeln um die Leuchtröhre herum für 8€ incl. Porto, was mir damals im Vergleich sehr günstig vorkam.

Die Birnen sind auch immernoch im Einsatz (logisch, von wegen 10 mal so Lange Lebensdauer wie die alten Glühbirnen), aber gerade durch die Größe sind sie nur eingeschränkt zu verwenden; die Dinger passen einfach nicht in jede Lampe…

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Energie Überall!

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Die schnellste Gelegenheit, Strom (genauer natürlich elektrische Energie) zu sparen, findet jeder von uns direkt zu Hause: die Beleuchtung.

Überall hängen Glühbirnen in den unterschiedlichsten Größen und verbraten Strom. Wenn man sich klar macht, dass die herkömmlichen Glühbirnen einen Wikungsgrad von gerade einmal 5% (!!) haben, also bei einer 60W-Birne 57 Watt einfach sinnlos verheizt werden, wird einem klar, dass hier hohes Sparpotential steckt!

Die Glühbirne ist ja auch eine relativ alte Erfindung; Anfang des 20. Jahrhunderts hat sie ja zusammen mit der Dampfmaschine quasi die Industrialisierung eingeleutet. Es wird also höchste Zeit, für die Frage der Beleuchtung einmal neue Ideen auszuprobieren!